QR-Code-Werbung auf Werbemitteln: Dos and Don‘ts

In der Werbewirtschaft werden immer wieder QR-Codes (QR steht für Quick Response) als Hype in der Außenwerbung oder in anderen Kampagnen als Marketing-Strategie thematisiert. Es handelt sich dabei um einen zweidimensionalen Code, der mit dem Smartphone eingescannt bzw. fotografiert wird und hinter dem sich eine komplexe URL verbirgt. Dieser wird auf Werbung oder anderen Werbemitteln platziert – der Fachbegriff lautet dafür Mobile Tagging.

In einer Studie der Nielsen Company konnte durch eine Umfrage herausgefunden werden, dass nur etwa ein Viertel der Smartphone-Besitzer ihr Gerät nutzen, um Barcodes und QR Codes zu scannen. Warum nutzen nicht alle Besitzer diese Funktion? Problem ist, dass für das Einscannen ein spezieller Reader (z. B. QR-Code-Scanner für das iPhone) benötigt wird, über den nicht jeder verfügt. Viele wissen nicht einmal, was der Code bedeutet und welche Funktion damit verbunden ist. Wo also kann der QR-Code in der Marketing-Strategie von Unternehmen sinnvoll zum Einsatz kommen?

Tipps für den Einsatz von QR-Codes in Kampagnen
QR-Codes sind grundsätzlich immer dann sinnvoll, wenn komplizierte URLs mit vielen Zeichen schnell zugänglich gemacht werden sollen. Egal ob eine Produkt-Verlinkung auf einem Werbebanner in der Außenwerbung oder das Abrufen von weiterführenden Informationen am Bannerdisplay an einem Messestand – für die technikaffine Zielgruppe, die über einen QR-Reader verfügt, bringt der QR Code häufig einen Mehrwert. Vor allem dann, wenn der Konsument Zeit für das umständliche Suchen oder Abtippen einer langen URL einspart. Das Einscannen eines QR-Codes empfiehlt sich auch auf einer Visitenkarte, wenn Kontakte schnell und einfach in das Adressbuch übertragen werden sollen. Eines steht fest: Der Anreiz, den Code einzuscannen, muss enorm hoch sein. Deswegen sollten QR-Codes die Neugierde der Leser einer Anzeige wecken und diese nicht enttäuschen. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass die QR-Codes leicht eingescannt werden können und das auch aus weiterer Entfernung – denn niemand möchte vor einem Plakat knien, um weitere Informationen zu erhalten.

QR-Code

Grenzen einer QR-Code-Strategie
Es gibt aber auch Grenzen innerhalb einer QR-Code-Strategie: In verschiedenen Kontexten frustriert der QR-Code auf Werbeplakaten den Interessierten vielmehr. Beispielsweise wenn jemand an einer dynamischen City-Light-Säule mit wechselnder Werbung steht und den Code einscannen möchte – der Vorgang aber erheblich erschwert wird, weil sich das Plakat ständig bewegt. Ein weiterer Scanversuch scheitert z. B. in U-Bahn-Stationen, in denen kein Handyempfang besteht. Auch von QR-Codes auf mobilen Werbeträger-Medien wie Autos oder auf Großdruckformaten an der Autobahn ist abzuraten, da sich der Code vom Verbraucher nicht „mal eben schnell“ einscannen bzw. fotografieren lässt. Es sollte auch daran gedacht werden, dass die Zielseite mit dem dazugehörigen Webdesign mobil optimiert ist und auch auf dem Smartphone angezeigt werden kann. Bevor also QR-Code-Strategien entstehen, sollten sich Werbetreibende Gedanken zu den jeweiligen Medien und der Umsetzung machen.

QR-Code generieren und in der Werbung einbinden
Der QR-Code kann ganz schnell und einfach über Generatoren, die online kostenlos zur Verfügung gestellt werden, erzeugt werden. Auf der Seite goqr.me beispielsweise wird der Link in einem Textfeld eingegeben und der Code wird automatisch generiert und kann heruntergeladen werden. Mehr Infos, Daten und Tipps zu QR-Codes gibt es bei auch bei DENSO WAVE.